Gehäuse
Mrz 24th, 2009 | By admin | Category: GehäuseEs gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, ein Gehäuse für seine Lautsprecher zu bauen. Die Gehäuse von Rotationslautsprechern klassischer Bauweise ähneln Kühlschränken aus Mahagoni, sollen sich also ins heimische Mobiliar nahtlos einfügen, andere wurden mit dem klassischen schwarzen Tolex überzogen, wie z.B. dieses Allsound-Leslie:
Im Prinzip sind die Gehäuse von Lautsprechern also nicht anders gebaut als die von anderen Instrumentalboxen. Mit einer wichtigen Abweichung: Sie haben Schallöffnung wenigstens auf drei Seiten, oft aber auch auf allen vier Seiten. Auch ist der Grundriss dieser Lautsprechergehäuse eher quadratisch, zumindest sind diese Gehäuse tiefer als etwa Gitarrenboxen. Der Grund für das voluminöse Gehäuse liegt darin, dass sich im Inneren sich drehende Hörner befinden, die eben Platz brauchen. Die Größe eines Rotationslautsprechergehäuses wird also von der Größe der Schallwand des Basslautsprechers bestimmt; von dieser Größe leitet sich auch die Größe der Grundplatte für die Hochtoneinheit ab.
Hat man dieses Maß, so kann die Größe der Grundplatte ermittelt werden. Dazu muss die Stärke der verwendeten Multiplex-Platten – also zweimal 18 mm – berücksichtigt werden, und als “Rammschutz” noch auf jeder Seite 10 mm dazu gegeben werden. Boden und Dach – die Abdeckplatte ist mit der Grundplatte identisch – sind bei dieser Bauart die größten Platten.
Genaues Zeichnen erleichtert die Arbeit.
Auf die Grundplatte werden vier 30 mm starken Leisten geschraubt. Der Einfachheit halber kann man sie aus Multiplex-Resten schneiden. Zusätzlich sollten diese Leisten auf ihrer “Standfläche” mit Weißleim bestrichen werden.
An diesen Leisten werden mit Holzschrauben die Seitenwände des Gehäuses befestigt. Zunächst nur provisorisch, später müssen noch die Schallöffnungen ausgeschnitten werden. Die Rückwand erhält keine Schallöffnung.
Hier sind zwar schon die “Schienen” für die Grundplatte der Hochtoneinheit eingebaut, es fehlen aber noch die Leisten in den Ecken – wieder 18 mm-Multiplex stark und 30 mm breit -, mit denen die Seitenwände verschraubt werden. Auch die Schallöffnungen sind noch nicht ausgeschnitten.
Fertig sieht der Rohbau dann so aus:
Auf diesem Bild ist auch zu sehen, wie die Deckplatte befestigt wird: Sie wird nicht wie Boden, Frontseite und rechte und linke Seite fest verschraubt, sondern mit Gewindeschrauben, die in Einschlagmuttern in den am Dach befestigten Leisten greifen. Auch die Rückwand wird auf diese Weise mit dem Gehäuse verbunden. Der Sinn liegt darin, dass diese Gehäuseteile dann für allfällige Wartungsarbeiten leicht entfernt werden können.











