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Hochton DIY

Mrz 23rd, 2009 | By admin | Category: Hochton DIY

Klein anfangen ist immer gut – also zunächst ein Do It Yourself-Hochton-Rotationslautsprecher. Nach und nach soll ein komplettes, zweiteiliges Leslie entstehen, wobei der Hochtonteil die Frequenzweiche enthalten soll, um auch mit normalen Basslautsprechern kombiniert werden zu können.

(Fast) fertig sieht das Hochtonteil so aus, hier steht es auf dem Allsound-Umbau.

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Herr Bach schaut zu.



Aufbau

Mrz 8th, 2009 | By admin | Category: Aufbau

Grundsätzlich sind Rotationslautsprecher Zwei-Wege-Systeme. Es ist indes nicht unbedingt notwendig, dass sowohl vor das Hochton- als auch vor den Tieftonlautsprecher eine rotierende Vorrichtung angebracht wird, zumal der Effekt vor allem im Hochtonbereich besonders eindrucksvoll ist.

Tieftöner

Als Tieftonlautsprecher kommen vor allem 15-Zoll-Lautsprecher in Frage. In die klassischen Rotationslautsprechergehäuse sind Lautsprecher der Firma Jensen eingebaut. Heute sollte man leistungsstärkere Lautsprecher verwenden, wie sie etwa für Bassgitarren und PAs zum Einsatz kommen. Vorteilhaft ist es, wenn sie über einen Korb aus Aluminiumguss verfügen; auch sollte die Membran hart aufgehängt sein. Mit anderen Worten: Es sollten dieselben Lautsprecher verwendet werden, die auch für elektrische Bassgitarren benutzt werden. Ob es dabei ein 12- oder 15-Zoll-Lautsprecher ist, ist eher nebensächlich.

Hochtöner

Als Hochtonlautsprecher kommen nur Compression Driver in Frage, also Druckkammer-Lautsprecher. Tatsächlich kommen eher Mittel-Hochton-Lautsprecher in die Gehäuse, denn bei Rotationlautsprechern werden die Hochtöner in der Regel bei 800 Hz angekoppelt. Ob das so sein muss, wird weiter unten erörtert.
Es werden immer 1-Zoll-Hochtöner verwendet, bei denen der Durchmesser der Membran also etwa 2,5 cm beträgt. Diese Lautsprecher gibt es in zwei Bauformen: Zum einen können sie einen Gewindeanschluss von 1 3/8-Zoll Durchmesser haben, zum anderen gibt es sie ohne Gewinde; üblicherweise wird an diesen Chassis direkt ein Horn befestigt.
Hochtöner dieser Art haben einen Frequenzgang von etwa 500 Hz bis weit über 15 000 Hz. Für die Wiedergabe einer Orgel ist diese obere Grenzfrequenz eher uninteressant, ihre Grundtöne reichen nicht weit über 6000 Hz hinaus und das Obertonspektrum ist – lässt man Verzerrungen, die z. B. vom Verstärker herrühren, außer Acht – praktisch nicht vorhanden. Man ist also mit jedem Hochton-Treiber auf der sicheren Seite.
Die Hochtöner von Jensen hatten Membrane aus Phenol, einem altertümlichen Kunststoff. Heutige Hochton-Treiber haben meistens Membrane aus Metall oder Polyester. Subjektiv klingen Treiber mit einer Metallmembrane härter und brillanter – also Geschmackssache, was man bevorzugt.

Frequenzweiche

Die Frequenzweiche ist ein Kapitel für sich. Die Trennfrequenz liegt bei den klassischen Kabinetten etwa bei 800 Hz, mitunter auch etwas darunter. Es handelt sich meistens um Weichen mit Filterschaltungen von 6 dB Flankensteilheit von zum Teil abenteuerlicher Bauart.
Bei vielen Klones der klassischen Rotationslautsprecher wurden Hochtöner eingebaut, die man erst ab 1200 Hz oder 1500 Hz sinnvoll abtrennen kann. Es ist eine philosophische Frage, ob man das machen sollte. Von der Physik her spricht wenig dagegen: Selbst 1500 Hz sind noch keine Oktave höher als 800 Hz, 1200 etwa eine Sexte. Zieht man nur den 8-Fuß-Riegel, hat man beim Stimmton a 440 Hz dieselbe Fußlage wie man sie am Klavier hat. Eine Oktave höher hat man schon 880 Hz – hier ist also schon der Hochtöner wirksam. Spielt man auf derselben Taste einen 4-Fuß-Riegel, sind es 1760 Hz, bei einem 2-Fuß-Riegel 3520 Hz usw.
Von daher ist es also ziemlich gleichgültig, ob man eine bei 800 Hz oder bei 1200 Hz trennende Weiche in seinem Kabinett hat. Verwendet man häufig kleine Fußlagen – also 2 oder 1 Fuß – und benutzt die gesamte Breite des Manuals – wie es vor allem Jazz-Organisten tun -, so hat der Tieftöner einen Teil der hohen Frequenzen immer mit zu übertragen – kann er nicht gut. Spielt man dagegen meistens auf der rechten Seite der Manuale und benutzt – wie es in Rockbands mit Bassisten geschieht -, vor allem höhere Fußlagen, so hat den Hauptteil der Last eher der Hochtöner zu tragen. Es kommt also stark darauf an, wie man registriert.
Will man also aus welchen Gründen auch immer eine Weiche benutzen, die bei 1200 Hz 0der 1500 Hz trennt, muss der Tieftöner dazu passen und die Frequenzen bis dahin noch mit einigem Druck abgeben können. Das konnten die alten Jensen nicht, also trennte man bei 800 Hz. Heute kann man durchaus Tieftöner finden, die dazu noch in der Lage sind.
Dass diese Rotationslautsprecher je nach dem, wo ihre Weiche trennt, anders klingen, liegt auf der Hand. Der Bereich zwischen 800 und 1200 Hz wird ja in dem einen Fall mehr vom Hochtöner, im anderen Fall mehr vom Tieftöner übertragen. Höhere Trennfrequenzen führen also nicht unbedingt zu einem schlechteren Klang – das Kabinett klingt lediglich etwas anders, oder hat sogar eine gewisse Lücke, weil entweder der Tieftöner die hohen Tönen nicht mehr mit dem nötigen Druck wiedergeben kann, oder aber der Hochtöner die tiefen Frequenzen nur schwach oder gar nicht abstrahlt.
Spielt man mit Pedal, sollte man auf jeden Fall bei 800 Hz trennen, die Lautsprecher werden es danken.