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Eigenbau

Mrz 8th, 2009 | By | Category: Eigenbau

Kann man ein Rotations-Lautsprecherkabinett selbst bauen?

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann sich Ersatzteile für die klassischen Leslies neu kaufen oder die, die es nicht mehr neu gibt, bei Internet-Auktionen ersteigern. Man kann sich einen Klone besorgen, die es mitunter – vor allem mit defekten Lautsprechern und Verstärkern – häufig für unter 100 Euro zu ersteigern gibt.

Man kann aber auch alles selbst machen und dabei einige typische Krankheiten der klassischen Rotationslautsprecher und deren Klone beseitigen.

Hier ein Beispiel für ein “Do it yourself”-Hochton-Kabinett, noch im Rohbau:

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Billig an ein Orgel-Kabinett kommen durch Selbstbau?

Wer problemlos einen Rotationslautsprecher für seine Orgel haben will, sollte sich einen neu kaufen – durch die Zahlung von 3000 bis 4000 Euro spart man sich viel Arbeit und Zeit. Will man sich partout einen selbst bauen – dann ist das nur geringfügig billiger. Vielleicht kommt man mit 1000 bis 2000 Euro aus; zeitaufwändig ist die Sache aber in jedem Fall. Es will also gut überlegt sein. Andererseits kann man einige Dinge verwirklichen, die es bei keinem anderen Rotationslautsprecher gibt.

Klassisch

Viele Teile für die klassischen Rotationslautsprecher gibt es – bei Händlern in den USA und Großbritannien – neu zu kaufen. Die Lieferzeiten sind mitunter enorm, die Preise hoch. Baut man sich aus diesen Teilen ein Leslie zusammen, ist es kaum billiger, als wenn man ein fertiges Gerät kauft. Vor allem der Verstärker und die Mechanik schlagen zu Buche.

Phönix aus der Asche – Klones verwenden

Preiswerter kann es dagegen sein, sich einen Klone zu besorgen – Allsound, Solton, Dynacord usw. Meistens haben diese 25 bis 35 Jahre alten Geräte irgendwelche Macken. Mal sind die Lautsprecher mehr oder weniger defekt, oft sind es die Verstärker, bei denen wenigstens sämtliche Potis kratzen. Die Mechanik dieser Geräte ist aber in aller Regel so robust gebaut, dass sie immer funktioniert. Natürlich machen die alten Antriebe etwas Krach – oft sind es nur Gleitlager, um nicht zu sagen: Reiblager, die in diese Geräte eingebaut sind. Die Wechselstrommotoren sind schwach, die Treibriemen mitunter nicht mehr vorhanden. Mit etwas Überlegung und Einsatz lässt sich das aber immer auf einen neuwertigen Zustand bringen – so lange die Motoren vorhanden und intakt sind, denn Ersatz gibt es dafür nicht. Austausch durch ähnliche schlägt wegen der unterschiedlichen Drehzahlen oft fehl.

Ein Allsound Rotationslautsprecher kann eine gute Ausgangsbasis sein. Dieses Kabinett kostete bei Ebay 35 Euro; defekt waren Tieftöner, Verstärker und ein Treibriemen.

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Nach dem Umbau sah es dann so aus:

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Von dem Allsound-Kabinett wurden der Hochtöner (RCF),

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die Motoren, die Hörner – Styroportrommel für den Bass, Plastikhörner für den Hochtonbereich -, und die Frequenzweiche verwendet.  Das Gehäuse wurde aus 18 mm starken Multiplexplatten gebaut; schön schwer. Die Schallwand wurde aus zwei 18 mm starken, miteinander verleimten Platten hergestellt. Der Tieftöner stammt von Conrad, es ist ein PA-Lautsprecher mit Aluminiumgusskorb. Später wurde die 6-dB-Weiche gegen eine mit 12 dB Flankensteilheit ausgetauscht. Auf den Klang des Kabinettes hatte der Austausch keine Auswirkung, allerdings liegt die Belastbarkeit jetzt höher, auch wegen des höher belastbaren Tieftöners.

Derzeit wird der Rotationslautsprecher noch mit dem Allsound-Fußschalter geschaltet; geplant ist eine Relaisschaltung mit Hilfe von zwei Wechselstromrelais und einem Eigenbau-Halbmondschalter.

Der gesamte Umbau ist unter Allsound-Umbau beschrieben.

Eigenbau

Natürlich ist es reizvoll, einen Rotationslautsprecher soweit möglich, selbst zu konstruieren und zu bauen. Man kann dann ein Gerät ganz nach Wunsch bauen. Es ist nicht unbedingt billiger als ein fertig aufgebauter Rotationslautsprecher, zumal man am Anfang manch kostspieligen Fehler machen kann.

Die Maxime bei den hier vorgestellten Eigenbauten war: Es sollte alles selbst gebaut werden und nur auf die  industriell gefertigten Teile zurückgegriffen werden, die man nicht selbst bauen kann, wie etwa Lager und Elektromotor. Das Material sollte aus dem Baumarkt stammen; das lässt sich natürlich nicht durchhalten, Flanschlager etwa oder Plexiglasrohre gibt es im Baumarkt nicht. Wenn also der Baumarkt nichts parat hat, sollte auf Konfektionsware zurückgriffen werden.